Podiumsdiskussion im Rahmen der Balkantage 2023

„Sind uns die Hände gebunden?“ Politische Teilhabe der Balkan-Diaspora

     

    Es diskutieren

    • Josip Juratovic, Mitglied des Deutschen Bundestages, SPD-Fraktion, Berlin/Heilbronn (online)
    • Gülseren Demirel, Mitglied des Bayerischen Landtags, Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
    • Olga Dub-Büssenschütt, Bezirksvorsitzende des Arbeitskreises Migration und Integration der CSU München, Mitglied im Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München, Beauftragte für ukrainische Geflüchtete
    • Dženeta Karabegović, PhD, Paris Lodron Universität Salzburg, Fachbereich Soziologie und Sozialgeographie

    Moderation

    Viktoria Voglsinger-Palm, Stellv. Geschäftsführerin der Südosteuropa-Gesellschaft, München

     

    Für Menschen aus der Balkan-Diaspora sind die Möglichkeiten politischer Teilhabe begrenzt: auf lokaler und nationaler, aber auch auf internationaler Ebene. Solange sie nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, haben Migrant*innen kaum Möglichkeiten, Einfluss auf die Politik auszuüben. Und auch wenn sie die Staatsbürgerschaft besitzen, sind Migrant*innen und ihre Belange oft politisch unterrepräsentiert. Gleichzeitig ist es ein starkes und wichtiges Zeichen, dass Menschen sich für ein Leben in Deutschland bzw. der EU entscheiden, weil sie dem hiesigen politischen System vertrauen. Dies unterstreicht wiederum die große Verantwortung auf Seiten der Politik, Migrant*innen eine gleichberechtigte Teilhabe am demokratischen und gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Auf trans- bzw. internationaler Ebene stellt sich die Situation noch schwieriger dar: für Angehörige der Balkan-Diaspora ist es oft schwer, sich in den Herkunftsländern politisch zu beteiligen. Und auch wenn dies, bspw. durch Wahlen, möglich ist, so haben die politischen Vertreter*innen dort nur wenig Einfluss auf Weichenstellungen in der Europäischen Union. Wenn aber die Menschen auf dem Balkan und in der Diaspora an europäischen Entscheidungsprozessen und dem Wohlstand, zu dem sie beitragen, nicht gleichberechtigt teilhaben können, kann das zu Spannungen führen, die die EU nicht unberührt lassen.

    Aus diesem Grund widmet sich dich Podiumsdiskussion den folgenden Fragen: Was kann getan werden, um gleichberechtigte politische Teilhabe für Angehörige der Diaspora zu erlangen – lokal, national aber auch international? Wie gut funktionieren bestehende Institutionen wie beispielsweise Migrations- bzw. Integrationsräte? Wie können die Menschen in der Diaspora aber auch auf dem Balkan eingebunden werden, um ihr volles Potential zu entfalten und um positive Veränderungen in Deutschland, der EU aber auch auf dem Balkan zu bewirken?

    Am 24.05.2023, 19:00 h

    Place Stadtmuseum München, Sankt-Jakobs-Platz 1, 80331 München

    In Kooperation mit: