Wohin steuert Rumänien? Zwischen Reformdruck und veränderter Rolle in Europa
In Kooperation mit Renovabis und "Ost-West. Europäische Perspektiven"
Es diskutieren
- Daniela-Maria Mariș, Politologin und Referentin der Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin
- Roxana Stoenescu, Dozentin an der Fakultät für Europastudien, Babeș-Bolyai-Universität Cluj-Napoca
- Keno Verseck, freier Journalist und Experte für Mittel- und Südosteuropa, Berlin
Moderation
-
Gemma Pörzgen, Chefredakteurin "Ost-West. Europäische Perspektiven“, Berlin
Zum Thema
Rumänien steht ein Jahr nach der politischen Krise und den Präsidentschaftswahlen innenpolitisch vor entscheidenden Weichenstellungen: Reformdruck, gesellschaftliche Polarisierung und Fragen nach der Stabilität demokratischer Institutionen prägen die aktuelle Debatte. Die erst im vergangenen Jahr gegründete Koalition aus pro-Europäischen Kräften ist inzwischen bereits im Streit um die Reformagenda zerbrochen. Diese innenpolitischen Entwicklungen wirken über das Land hinaus, denn Rumänien rückt zunehmend in den Fokus europäischer Politik. Gleichzeitig gewinnt Rumänien sicherheitspolitisch an Bedeutung: Als wichtiges NATO-Mitglied und durch seine geografische Lage an der Grenze zur Ukraine und zur Republik Moldau steht das Land im Zentrum der aktuellen europäischen Sicherheitsordnung.
Inwiefern hat die Präsidentschaftswahl 2025 wirklich zu einer stabilen pro-europäischen und reformorientierten Weichenstellung geführt? Welche Rolle kann das immerhin sechstgrößte Mitgliedsland in Zukunft für die EU spielen? Und wie geht Rumänien mit seiner neuen Rolle als Drehkreuz an der NATO-Ostflanke um?

