Lokale Demokratie in autokratischen Gewässern: Slowakei, Ungarn, Serbien
Im Gespräch
- Krsto Lazarević, Journalist, Analyst und Autor des Buches „Der Westbalkan. Im Wartezimmer der EU“
- János Kendernay, Berater des Oberbürgermeisters von Budapest/Ungarn
- Gesine Oltmanns, Stiftung Friedliche Revolution Leipzig
- Mgr. Petra Mikulášová, Vertreterin der Stadt Trenčín/Slowakei zu Kulturhauptstadt Europas
Moderation
- Dr. Sabine Willenberg, Referentin Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig
- Dr. Christian Hagemann, Geschäftsführer der Südosteuropa-Gesellschaft e.V.
Zum Inhalt
Entlang der Donau verändern sich die politischen Strömungen spürbar. Autokratische Tendenzen nehmen Fahrt auf, demokratische Grundprinzipien geraten zunehmend unter Druck. Euroskepsis, gesellschaftliche Polarisierung, mal schleichende, mal demonstrative Schwächung unabhängiger Institutionen wie Justiz und Medien, Machtkonzentration und eingeschränkte Grundfreiheiten zeichnen die gesellschaftspolitischen Entwicklungslinien. In dieser Flusslandschaft politischer Verwerfungen stellt sich eine zentrale Frage: Kann lokale Demokratie zur tragfähigen Gegenströmung werden – zu einem Ufer, an dem demokratische Prinzipien Halt finden, selbst wenn die nationale Entwicklung in eine andere Richtung treibt?
Und welche Rolle spielt die Europäische Union, die ihre Grenze der Mitgliedschaften durch diesen Donauraum zieht? Das Panel diskutiert die Fragen mit kommunalen Akteur:innen und Expert:innen aus und zu den Ländern Slowakei, Ungarn und Serbien. Vorgestellt wird das Buch „Der Westbalkan. Im Wartezimmer der EU“, herausgegeben von Franziska Tschinderle, Krsto Lazarević und Danijel Majić in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung, Berlin 2025.
Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe „DONAU – auf Kurs in Leipzigs Zentrum“ im Leipziger Rathaus. Eine Anmeldung ist nicht erfolderlich.
Am 19.03.2026, 18:00 h
Venue: Burgplatz 1, Eingang über Markgrafenstraße 3 im Neuen Rathaus, Stadthaus, Leipzig