Vortrag und Diskussion

Die Kinder des Balkans – Zwischen Identitätsfindung, Nationalbewusstsein und Religiosität: Bosnien und Herzegowina

In Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München

    Wissenschaftlicher Impulsvortrag 

    • Prof. Dr. Markus Gloe & OStRin Havva Doksar, Leitungen des Forschungsprojektes „Die Kinder des Balkans“, Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft

    Podiumsdiskussion:

    • Karl Straub, MdL, Integrationsbeauftragter der bayerischen Staatsregierung
    • Prof. Dr. Damir Kapidžić, Universität Sarajevo, Fakultät für Politikwissenschaft
    • Dr. Jasmin Medić, Universität Sarajevo, Fakultät für Geschichte
    • Almina Leković, Übersetzerin/Dolmetscherin, Teilnehmerin der Studie 

    Moderation

    • OStRin Havva Doksar, Ludwig-Maximilians-Universität München, Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft

    Im Anschluss an die Veranstaltung laden wir Sie herzlich zu einem Empfang mit Gelegenheit zum Austausch mit den Fachexpert:innen ein.

    Zum Inhalt

    Die Veranstaltung zum Forschungsprojekt „Die Kinder des Balkans – Zwischen Identitätsfindung, Nationalbewusstsein und Religiosität“ bietet ein wissenschaftlich fundiertes Forum zur Auseinandersetzung mit zentralen Fragen von Identität, Migration und gesellschaftlichem Zusammenhalt im europäischen Kontext. Das am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München angesiedelte und in Kooperation mit der Universität Sarajevo durchgeführte Projekt untersucht die Lebensrealitäten junger Menschen in Bosnien und Herzegowina sowie von Jugendlichen mit bosnischen Wurzeln in Deutschland. Im Fokus stehen dabei die komplexen Prozesse der Identitätsbildung im Spannungsfeld von Erinnerungskultur, nationalen Narrativen und religiösen Orientierungen.

    Die Veranstaltung dient der Präsentation und Diskussion zentraler Forschungsergebnisse und bringt unterschiedliche wissenschaftliche Perspektiven aus Politikwissenschaft, Migrationsforschung, Religionswissenschaft und politischer Bildung zusammen. Im Rahmen eines Impulsvortrags sowie einer anschließenden Podiumsdiskussion werden theoretische Ansätze und empirische Erkenntnisse eingeordnet und im Hinblick auf ihre gesellschaftliche Relevanz reflektiert. Dabei wird deutlich, dass Identität als dynamischer und kontextabhängiger Prozess verstanden werden muss, der eng mit individuellen Biografien, sozialen Zugehörigkeiten und kollektiven Erinnerungen verknüpft ist.

    Zugleich eröffnet die Veranstaltung Raum für den Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Sie lädt dazu ein, die Bedeutung politischer Bildung für demokratische Teilhabe, Integration und interkulturelle Verständigung kritisch zu diskutieren und die Forschungsergebnisse in größere europäische Debatten einzuordnen. Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Analyse und praxisnaher Reflexion leistet die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Förderung eines differenzierten Verständnisses von Identität und gesellschaftlichem Zusammenhalt in einer pluralen europäischen Gesellschaft.
     

    Am 10.06.2026, 18:00 Uhr

    Ort: Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft, Amalienstraße 38, 80799 München

    Bosnien und HerzegowinaPolitikwissenschaft